"Mein Arzt hält mich für einen Simulanten, obwohl ich wirklich Beschwerden habe."

Tut er das wirklich, oder glauben Sie es nur, dass er so denkt? Das ist nämlich ein großer Unterschied. Ich meine, jeder Arzt weiß, dass er nicht immer zu Beschwerden auch eine Diagnose findet. Er wird Ihnen dann gesagt haben, dass er nichts finden kann. Möglicherweise haben Sie daraus geschlossen, dass er Sie für einen Simulanten hält. Ich aber glaube, dass er das nicht tut, denn er weiß ja um die Schwierigkeit mancher Diagnostik - gerade in der heutigen Zeit.

Ich rate Ihnen daher: Sprechen Sie doch einmal mit Ihrem Arzt. Fragen Sie ihn, ob er Sie wirklich für einen Simulanten hält. Ich denke, Sie werden von der Antwort überrascht sein, denn Simulanten kann man in der Regel mit kleinen Tricks schnell erkennen.

Sollte Ihr Arzt Sie wider Erwarten tatsächlich für einen solchen halten, fragen Sie ihn nach den Gründen - und ziehen Sie ggf. die Konsequenzen daraus. Übrigens: Psychosomatische Beschwerden zu haben (was ja auch möglich ist), hat nichts mit Simulieren zu tun, denn psychosomatische Beschwerden sind real, und keineswegs eingebildet.